1. Fachtagung "Wassersicherheit auf Usedom"

Experten beschlossen gemeinsame Vorhaben

Am Montag, 20. April 2009, fand in Kölpinsee/Usedom die „1. Fachtagung Wassersicherheit auf Usedom“ statt.

Kurz vor Beginn der Badesaison 2009 luden der Tourismusverband der Insel Usedom (TVIU) und die DLRG-Ortsgruppe Kölpinsee e.V. Sachverständige zu einem Fachgespräch ein, die mit der Rettung von Menschen beim Baden und Schwimmen auf Usedom befasst sind.

Sie analysierten die vorhandenen Rahmenbedingungen für den bodengebundenen Rettungsdienst und Wasserrettungsdienst. „Für uns war es wichtig, alle an einen Tisch zu holen, die direkt und indirekt mit dem Thema vertraut sind“, berichtete Raik Schäfer, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Kölpinsee.

Experten verschiedener Ämter, Institutionen und Organisationen zeigten in Fachvorträgen Schnittstellen auf und gaben Impulse zur Verbesserung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Rettungsdienstes und des Wasserrettungsdienstes auf der Insel Usedom. Dazu gehörten neben dem TVIU und der DLRG auch die Kurdirektoren der Insel und Verantwortliche des Wasserrettungsdienstes des ASB und der Wasserwacht, die Greifswalder Rettungsleitstelle, „Christoph 47“, Wasserschutz- und Bundespolizei, DGzRS und Feuerwehr, das StAUN und der Landkreis Ostvorpommern.

Themen waren unter anderem Aufgaben und Zusammenarbeit von Wasserschutzpolizei, Bundespolizei, Feuerwehr und DGzRS mit dem Wasserrettungsdienst, Schnittstellen zum bodengebundenen Rettungsdienst, Erfahrungen von aktiven Wasserrettern mit Beschallungsanlagen, Notrufsäulen oder den Einsatz von Booten und Quads an den Stränden. Mitarbeiter des Staatlichen Amtes für Umwelt und Naturschutz (StAUN) erläuterten behördliche Zuständigkeiten und zeigten die Zukunft des Küstenschutzes auf.

Dr. Klaus Wilkens, Präsident der DLRG und der ILS Europe, sprach über die Analyse, Bewertung und Kennzeichnung von Stränden nach weltweiten Standards, um die Qualität der Sicherheit zu gewährleisten.

Jörg Hasselmann, 1. Beigeordneter der Landrätin des Landkreises OVP bezeichnete die Fachtagung als eine sehr gute Sache, um gemeinsam mit allen Akteuren über Probleme zu reden und Lösungen zu finden.

Neben den höchst interessanten Vorträgen gab es Raum für Erfahrungsaustausch, Nachfragen und Diskussionen, wovon die Tagungsteilnehmer rege Gebrauch machten.

Die Erwartungen der Veranstalter an diese Fachtagung wurden mehr als erfüllt. Im Ergebnis gab es viele konkrete Vereinbarungen. Über das Landratsamt werden jetzt sämtliche Notrufnummern aktualisiert, noch in diesem Jahr soll es ein einheitliches Steuersystem für die Poller an den Strandzugängen geben, die Zusammenarbeit aller Organisationen soll zum Beispiel im Bereich Aus- und Fortbildung intensiviert werden, in kleinen Arbeitsgruppen wird weiter an einzelnen Themen gearbeitet. Dr. Beate-Carola Johannsen, 1. Vorsitzende des TVIU, wird die Tagung und ihre Ergebnisse auf der nächsten Vorstandssitzung zum Thema machen.

„Wir freuen uns auf eine intensive Zusammenarbeit in den Arbeitsgruppen und auf eine Neuauflage der Fachtagung „Wassersicherheit auf Usedom“ , so Raik Schäfer.


D.G.