18.01.2015 Sonntag  2. Fachtagung „Wassersicherheit auf Usedom“

Experten diskutierten gemeinsame Vorhaben

Am Dienstag, 5. August 2014, fand in Kölpinsee/Usedom die 2. Fachtagung „Wassersicherheit auf Usedom“ statt. 
Ziemlich genau fünf Jahre nach der ersten Auflage der Veranstaltung, hatte die DLRG Ortsgruppe Kölpinsee e.V.  zu einem Expertentreffen zu Fragen der Wassersicherheit auf Usedom nach Kölpinsee eingeladen. 
Mitten in der Badesaison, umrahmt von vielen erfolgreichen Rettungsaktionen aber auch einigen dramatischen Ertrinkungsfällen, trafen sich Sachverständige, die sich mit der Rettung von Menschen beim Baden und Schwimmen an Usedoms Küsten befassen, zu einem Fachgespräch. Dazu gehörten neben der DLRG auch die Kurdirektoren der Insel und Verantwortliche des Wasserrettungsdienstes des ASB und der Wasserwacht, die Greifswalder Rettungsleitstelle, „Christoph 47“, Wasserschutz- und Bundespolizei, THW, DGzRS und Feuerwehr, die Landeszentrale der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV), das Staatliche Amt für Umwelt und Landwirtschaft (StALU) und der Landkreis Vorpommern-Geifswald.
Sie analysierten die vorhandenen Rahmenbedingungen für den bodengebundenen Rettungsdienst und Wasserrettungsdienst. „Für uns war es wichtig, wieder einmal alle an einen Tisch zu holen, die direkt und indirekt mit dem Thema vertraut sind“, so Raik Schäfer, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Kölpinsee.
Experten verschiedener Ämter, Institutionen und Organisationen zeigten in Fachvorträgen Schnittstellen auf und gaben Impulse  zur Verbesserung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Rettungsdienstes und des Wasserrettungsdienstes auf der Insel Usedom. Dr. Klaus Wilkens, Ehrenpräsident der DLRG und der ILS Europe, sprach über die DLRG als ein Partner für Kurverwaltungen und Gemeinden und ging in seinem Vortrag unter anderem auf die Analyse, Bewertung und Kennzeichnung von Stränden nach weltweiten Standards ein.
Die Erwartungen des Veranstalters an diese Fachtagung wurden mehr als erfüllt. Im Ergebnis gab es konkrete Vereinbarungen. Die Gemeinden wollen die Beschilderung der Strandzugänge von Landseite aus optimieren und die GPS-Daten der Zugänge an die Rettungsleitstelle weiter geben. Das gemeinsame Positionspapier der DLRG und des DRK zur Zukunft der Wasserrettung in Mecklenburg-Vorpommern wurde bekräftigt. Organisationsübergreifende gemeinsame Übungen für die Einsatzkräfte sollen angestrebt werden. 
Ein großes Thema war die Verbesserung der Kommunikation, insbesondere die zu erwartenden Veränderungen mit der Einführung des Digitalfunkes. Auf Wunsch der Kurverwaltungen gab es Empfehlungen für die Ausstattung von Wasserrettungsstationen.
Neben den höchst interessanten Vorträgen gab es Raum für Erfahrungsaustausch, Nachfragen und Diskussionen, wovon die Tagungsteilnehmer rege Gebrauch machten. Eine rundum gelungene Veranstaltung, alle Beteiligten wünschen sich eine Neuauflage.

Kategorie(n)
Veranstaltung

Von: Dana Gromoll

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